Meisterkurs Gesang Peking 2013

Am Internat. Meisterkurs für Belcanto Gesangstechnik, Lied- und Operninterpretation vom 13. Juli bis 2. August  2013 in Beijing, zu dem Prof. Ernst Lintner eingeladen wurde, haben insgesamt 18 Teilnehmer/innen aus ganz China teilgenommen:  Das ChaohaoJian Vocal Music Center Peking – Prof. Ernst Lintner

Der Großteil von Ihnen ist mit dem Gesangsstudium in chinesischer Musik bereits fertig und viele sind Lehrer und auch Leiter an den diversen Musikhochschulen tätig.

Europäische Opernmusik ist in China beim Publikum und den Sängern/innen sehr beliebt: besonders Giacomo Puccini mit seinen Werken, allen voran Turandot, die ja in China spielt, aber auch Madama Butterfly, Tosca und Manon Lescaut. Danach folgen schon Giusppe Verdi, Umberto Giordano und andere Komponisten des Verismo. Mozart, aber auch Antonio Vivaldi und G. F. Händel werden von den Koloratur-Sopranen natürlich sehr geschätzt.

Jeder/Jede ist natürlich bemüht, die bekanntesten Arien aus diesen Opern zu singen, unabhängig davon, ob die Ausbildung dafür vorhanden bzw. die stimmliche Entwicklung für die jeweiligen Partien abgeschlossen ist oder nicht.
Daher werden auch die CD/DVDs der berühmten Tenöre, allen voran Lucano Pavarotti, Mario del Monaco, Franco Corelli etc., weitgehend klanglich imitiert, was natürlich entsprechend Probleme mit sich bringt. Bei den Damen sind es Maria Callas, Mara Zampieri (!), Birgit Nilsson, Eva Marton, usw.
Bei den Damen wollten fast alle Soprane die Diva-Arien aus Tosca, Turandot und Butterfly singen bzw. erlernen, was genau dieselben Probleme wie bei den Männern mit sich brachte.

Wie auch bei uns in Europa können die Studenten/innen nicht richtig tief genug einatmen:
Das bedeutet nicht, dass sie sich den Bauch (das ganze Abdomen) vollpumpen sollen, sondern das richtige Öffnen der Rippen und das Hinunteratmen und Fixieren des Zwerchfells bei gleichzeitiger Trennung von der Brustmuskulatur, die bis zum Ende des Singens geöffnet bleibt. Gleichzeitg ist der Mund- und Rachenraum so einzustellen (aufzudehnen, wie beim Gähnen), dass der Kehlkopf möglichst weit nach unten geamtet und der Mund zu einer möglichst unveränderlichen Ovalstellung ausgebildet wird. Damit ist ein Kontrolle des Atems und des Klanges jederzeit möglich.

Anhand von mitgebrachten YouTube Aufnahmen (das in China leider gesperrt ist) konnte dies den Studenten an Hand von Filmen mit Weltstars des Gesangs glaubhaft vorgeführt werden.

Die Veranstaltung war hervorragend organisiert und von der sprichwörtlichen Chinesischen Gastfreundschaft geprägt!